Bereits in anderen Untersuchungen habe ich – angeregt insbesondere durch die Arbeiten Rolf Kühn – zu zeigen versucht, dass in der radikalen Phänomenologie Michel Henrys eine politische Ergiebigkeit liegt, sofern man sich nur als echter Philosoph an einem auf demselben Radikalitätsniveau angesiedelten Dialog mit dieser Phänomenologie versucht. Dieser Dialog hat schrittweise zu einer Neuaneignung des von der materialen Phänomenologie begründeten Begriffs der Filiation oder Sohnschaft als radikaler Perspektive auf die empirische Intersubjektivität geführt.
Maesschalck, M. (2005). Radikale Phänomenologie und Normentheorie. In Stefan Nowotny/Michael Staudigl (éds.) (ed.), Perspektiven des Lebensbegriffs. Randgänge der Phänomenologie (p. p. 277-300). Olms. https://hdl.handle.net/2078.5/157389