Funktionsverbgefüge in ein neues Licht setzen

De Knop, Sabine;Hermann, Manon
(2020) Funktionsverbgefüge im Fokus: Theoretische, didaktische und kontrastive Perspektiven — published

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FVG bilden ein interessantes Forschungsgebiet und haben in der Germanistikforschung eine lange Tradition (siehe u.a. Eisenberg (1994), Heine (2006), Helbig (2006), Kamber (2006, 2008) und van Pottelberge (2001)). So ermöglichen sie u.a. die Aktionsartdifferenzierung (kausativ, durativ, inchoativ, usw.) sowie gewisse Passivkonstruktionen und füllen in manchen Fällen sogar eine semantische Lücke. Sowohl ihre Definition und die Abgrenzungskriterien – etwa zwischen FVG und Kollokationen – als auch die Typologie ihrer Konstituenten (Präposition, Artikel, nominaler Bestandteil, Funktionsverb) bieten Sprachwissenschaftlern zahlreiche Forschungsperspektiven. FVG stellen ferner eine große Herausforderung für den Fremdsprachenerwerb dar, da in den germanischen Sprachen spezifische und nicht austauschbare Funktionsverben verwendet werden, wie etwa Deutsch stehen, setzen, versetzen, usw. Trotz der Ähnlichkeit zwischen den germanischen Sprachen Deutsch, Niederländisch und Englisch sind außerdem Unterschiede in der Bildung und im Gebrauch dieser Substantiv-Verb-Verbindungen zu finden. Diese Unterschiede sind noch prägnanter in kontrastiven Untersuchungen zwischen Deutsch und nicht-germanischen Sprachen.
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Citations

De Knop, S., & Hermann, M. (2020). Funktionsverbgefüge in ein neues Licht setzen. In De Knop Sabine & Hermann Manon (ed.), Funktionsverbgefüge im Fokus: Theoretische, didaktische und kontrastive Perspektiven. Walter de Gruyter. https://hdl.handle.net/2078.5/230025