Briefe zwischen Freund und Feind? Belgische Historiker und ihre Korrespondenz-Netzwerke mit Deutschland

(2020) Briefkultur(en) in der deutschen Geschichtswissenschaft zwischen dem 19. und 21. Jahrhundert — ISBN: [978-3-525-37095-7], p. 174-195, published

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Dieser Beitrag versteht sich als ein erster Versuch, dezidiert auf die gemeinsame Briefkultur belgischer und deutscher Historiker einzugehen und eine Darstellung unterschiedlicher Merkmale des Briefaustausches zwischen den führenden Vertretern des historischen Faches in ihren jeweiligen Ländern zu geben. Besonders wichtig hervorzuheben erscheint grundsätzlich die Funktion des Briefes als wissenschaftliche Kommunikationsmittel – Anfrage zu Quellen, organisatorische Fragen bezüglich von Kongressbesuchen, Danksagungen – wie auch als Möglichkeit zur Präsentation eines Autors in der internationalen Historikergemeinde (dazu zählen die Übersendung von Autorenexemplaren und Sonderdrücken). In der betrachteten Zeit übernahmen Briefwechsel beide Funktionen, während die Einführung der Kommunikation durch Telefongespräche hat diese Gewohnheiten (noch) nicht maßgeblich veränderte. Darüber hinaus spiegelt die anhand der Briefwechsel von Fredericq, Pirenne und Ganshof entworfene historische Skizze die Verschiebung der geschichtswissenschaftlichen Beziehungen zwischen Belgien und Deutschland wider.
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Warland, G. (2020). Briefe zwischen Freund und Feind? Belgische Historiker und ihre Korrespondenz-Netzwerke mit Deutschland. In M. Berg, H. Neuhaus (ed.), Briefkultur(en) in der deutschen Geschichtswissenschaft zwischen dem 19. und 21. Jahrhundert (p. p. 174-195). Vandenhoeck & Ruprecht. https://hdl.handle.net/2078.5/219870