Der Vortrag untersucht das Verhältnis von Haupt- und Nebenfiguren im Panorama auf drei Ebenen: Auf formaler Ebene wird untersucht, wie in einem Rundbild, das naturgemäß kein Zentrum hat, die kompositorische Hierarchisierung der Figuren untereinander stattfindet. In Bezug auf die Rezeption stellt sich die Frage, wie sich das Verhältnis von Haupt- und Nebenfiguren aus Sicht eines beweglichen Betrachtersubjekts, dessen Position sich ständig verändert, verschiebt. Schließlich wird in narrativer Hinsicht gezeigt, wie Figuren und Figurenkonstellation in Zeitungsartikeln, Begleitheften oder Erfahrungsberichten beschrieben werden.