Dieser Beitrag macht den pädagogischen Mehrwert sichtbar, der sich aus einer empirischen Studie zum Einsatz von Aikido als verkörperter Pädagogik im interkulturellen Kommunikationstraining ergeben hat. Die zugrunde liegende Mixed-Methods-Studie mit 73 Teilnehmenden wurde in einer anderen Publikation ausführlich dargestellt. Der Fokus liegt hier auf der analytischen Verdichtung zentraler Erkenntnisse. Als theoretischer Bezugsrahmen diente ein Aikido-Interaktionsmodell. Die Studie zeigt, dass Aikido auf konzeptueller Ebene ein klares Modell für interkulturelle Kommunikation bietet, während es auf didaktischer Ebene einen eigenständigen Zugang eröffnet. In der vertiefenden Auswertung der empirischen Daten wird ein spezifischer pädagogischer Mehrwert erkennbar. Dieser manifestiert sich in drei zentralen Konzepten, die durch das Lernen mit und aus dem Aikido gefördert werden: innere Ruhe, kognitive Empathie und anthropokosmische Nobilität. Diese Elemente tragen zur Weiterentwicklung kommunikativer Handlungskompetenz in interkulturellen Kontexten bei und eröffnen neue Perspektiven für die pädagogische Reflexion von Aikido und potenziell auch anderer Kampfkünste.
De Baets, G. (2026). Lernen mit und aus dem Aikido: Ruhe, Empathie und Nobilität für interkulturelle Kommunikationskompetenz. Journal of Martial Arts Research, 9(68). https://doi.org/10.25847/jomar.conference.68 (Original work published 2026)